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Öffentliche Ausschreibungen

Titel : DE-Berlin - Studie Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz Umgangsstrategien und Unterstützungsstrukturen von Betroffenen
Dokument-Nr. ( ID / ND ) : 2018031211424532962 / 859030-2018
Veröffentlicht :
12.03.2018
Anforderung der Unterlagen bis :
26.04.2018
Angebotsabgabe bis :
27.04.2018
Dokumententyp : Ausschreibung
Vertragstyp : Dienstleistungsauftrag
Verfahrensart : Offenes Verfahren
Unterteilung des Auftrags : Gesamtangebot
Zuschlagkriterien : Wirtschaftlichstes Angebot
Produkt-Codes :
73110000 - Forschungsdienste
Studie Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz Umgangsstrategien und Unterstützungsstrukturen von Betroffenen

Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Erstellung einer Studie Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz Umgangsstrategien
und Unterstützungsstrukturen von Betroffenen
1.Auftraggeber
Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Kapelle-Ufer 2
10117 Berlin
2.Kommunikation und Fragen
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung
unter: http://www.bafza.de/aufgaben/zentrale-vergabestelle.html
Darüber hinaus können die Unterlagen bei folgender genannten Kontaktstelle schriftlich - auch per E-Mail oder Fax -
angefordert werden:
Bundesamt für Familie
und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA)
Zentrale Vergabestelle des BMFSFJ
Daniela Schäfer
Von-Gablenz-Str. 2-6
50679 Köln
Fax: 0221 3673 4664
Fragen sind bis zum 19.04.2018 schriftlich, per Fax oder per E-Mail an
zentrale-beschaffung@bafza.bund.de zu stellen.
Die Fragen werden schriftlich beantwortet.
Die Antworten werden als Ergänzung unter http://www.bafza.de/aufgaben/zentrale-vergabestelle.html bekannt gemacht.
Soweit die Beantwortung ergänzende oder berichtigende Angaben für die Ausschreibung ent-hält, werden sie als Ergänzungen
zur Ausschreibung auf der Internetseite www.bund.de veröf-fentlicht.
Enthält die Ausschreibung nach Auffassung der Bieterin/des Bieters Unklarheiten, so hat sie/er das Bundesamt für Familie und
zivilgesellschaftliche Aufgaben, Zentrale Vergabestelle des BMFSFJ, unverzüglich schriftlich darauf hinzuweisen.
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3. Kategorie der Dienstleistung
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes beabsichtigt, in öffentlicher Ausschreibung gem. 8 Abs. 1 und 2 i.V.m. 9 UVgO die
Erstellung einer Studie Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz Umgangsstrategien und Unterstützungsstrukturen von Betroffenen
zu vergeben.
4. Auftragsgegenstand
In Auftrag gegeben wird eine Studie zum Thema Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz Umgangsstrategien und
Unterstützungsstrukturen von Betroffenen.
Schwerpunkte der ausgeschriebenen Studie sind die vertiefte Erforschung der Formen von se-xueller Belästigung am Arbeitsplatz
mit Fokus auf die Betroffenen und deren Umgang damit sowie die Gelingens- und Verhinderungsbedingungen für ein erfolgreiches
Vorgehen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Daran anknüpfend sollen effektive, nachhaltige Präventi-onsmaßnahmen
und praxisnahe Handlungsempfehlungen für Betroffene, Arbeitgeber, Unter-stützungsstrukturen und den Gesetzgeber entwickelt
werden.
In der Bearbeitung der Thematik sexuelle Belästigung ist das Allgemeine Gleichbehandlungs-gesetz (AGG) der hauptsächliche
rechtliche Bezugsrahmen der Studie. In der Studie sollen so-wohl qualitative als auch quantitative Methoden zur Anwendung
kommen. Der Studienschwer-punkt soll auf der qualitativen Erhebung liegen, um vertiefende Erkenntnisse zu bisher wenig
beleuchteten Fragen zur Problematik der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz zu gewinnen. Gleichzeitig soll durch eine
erneute repräsentative Befragung von Beschäftigten Prävalenzen von und der Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz
vor dem Hintergrund des AGG erhoben werden.
Die geplante Studie soll auf die Erfahrungen von sexueller Belästigung Betroffener fokussieren und dabei folgende
Zielstellungen verfolgen:
- Gewinnung eines vertieftes Verständnisses, welche Faktoren, Maßnahmen oder Kons-tellationen die Betroffenen tatsächlich
dabei unterstützen, sich erfolgreich gegen sexuel-le Belästigung zu wehren
- Erkenntnisgewinn bezüglich Verhinderungsfaktoren und Hürden, an denen eine erfolg-reiche Bearbeitung von sexueller
Belästigung am Arbeitsplatz scheitert
- Erkenntnisse über effektive Präventionsmaßnahmen gegen sexuelle Belästigung am Ar-beitsplatz aus der Sicht der
Betroffenen, Expert_innen (betriebsintern und betriebsex-tern) sowie Arbeitgebern
- Gewinnung aktueller Zahlen zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz (Frauen und Män-ner) mit Fokus auf Vorkommen von
sexueller Belästigung, unterschiedlichen Formen von sexueller Belästigung und Umgang mit sexueller Belästigung am
Arbeitsplatz
Die Studie soll Antworten auf die folgenden allgemeinen Forschungsfragen liefern. Dabei sollten die Auftragnehmer_innen
entscheiden, in welchen Teilen der Untersuchung (qualitativ und/oder quantitativ) am besten Erkenntnisse zu den Fragen gewonnen
werden können.
Vorkommen von sexueller Belästigung: Wer ist von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz be-troffen? Welche Formen von
sexueller Belästigung werden erlebt? Wie wird das Erlebte einge-ordnet? Welche Altersgruppen, Beschäftigungsverhältnisse,
Organisationsstrukturen oder
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Merkmalsgruppen sind besonders gefährdet? Welche organisationalen Rahmenbedingungen erhöhen bzw. reduzieren das Risiko für
sexuelle Belästigung?
Erfahrungen Betroffener: Welche Erfahrungen machen Betroffene während und nach sexueller Belästigung am Arbeitsplatz? Was
sind typische Umgangsstrategien mit sexueller Belästigung? Wo suchen sich Betroffene Unterstützung? Wo finden sie
Ansprechpartner_innen und wie ist die Erfahrung mit diesen? Welche positiven und negativen Erfahrungen machen die Betroffe-nen,
die sich gegen sexuelle Belästigung wehren? Wie wirkt sich der (Beschwerde)Prozess auf das weitere Verhältnis der Betroffenen
mit Vorgesetzten und Kolleg_innen und Aufgabengebie-te aus? Welche Herausforderungen und Bedarfe werden von den Betroffenen
gesehen?
Perspektive von und auf Unterstützungsstrukturen: Welche Erfahrungen machen die Anlauf- und Beratungsstrukturen (wie z.B.
Fachberatungsstellen wie die des bff, Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen etc.)? Wie wurde seitens der Arbeitgeber und allgemein
am Arbeitsplatz mit der sexuellen Belästigung umgegangen? Wer hat die Betroffenen wie und mit welchem Ergebnis unterstützt?
Haben sich Betroffene an die AGG Beschwerdestelle im Betrieb gewandt? Welche Rolle spielten Richtlinien oder
Dienstvereinbarungen?
Effektive Präventions- und Bearbeitungsstrategien: Welche Rolle spielt das AGG bim Vorgehen gegen sexuelle Belästigung am
Arbeitsplatz? Welche Rolle spielt der Rechtsweg (Klage)? Wel-che Strategien können für Arbeitgeber und Betroffene aus der
Rechtsprechung zur sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz abgeleitet werden? Welche Strategien beim Vorgehen bzw. Schutz vor
sexueller Belästigung sind effizient und warum? Was sollte getan werden, um Betroffene besser vor sexueller Belästigung am
Arbeitsplatz zu schützen? Welche Maßnahmen gibt es in Deutschland und ggf. in anderen EU Ländern?
Von den Auftragnehmer_innen werden folgende Leistungen erwartet:
A) Erstellung eines Kurzüberblicks über den aktuellen deutschen und europäischen For-schungsstand sowie der deutschen
Rechtsprechung zu sexueller Belästigung am Ar-beitsplatz
B) Durchführung und Auswertung einer repräsentativen Erhebung unter Beschäftigten zu Erleben von und Umgang mit sexueller
Belästigung am Arbeitsplatz
C) Qualitative Befragung von Betroffenen, Expert_innen (betriebsintern und extern) und ausgewählten Betrieben
D) Auswertung, Analyse und Zusammenführung aller gewonnen Daten und Erstellung ei-nes zusammenfassenden Studienberichts mit
Handlungsempfehlungen
E) Auftakttreffen und Abschlusspräsentation in den Räumen der ADS
Eine enge Kooperation und Abstimmung mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes bezüg-lich der einzelnen Leistungen (u.a.
durch regelmäßige Zwischenberichte und Besprechungen) wird erwartet. Die ADS steht ihrerseits als Ansprechpartner und für
Rückfragen während der Projektlaufzeit zur Verfügung.
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5. Die Gesamtleistung bildet ein Los
6. Nebenangebote sind nicht zulässig
7. Auftragszeitraum
Auftragsbeginn ist voraussichtlich am 21.05.2018
8. Ort der Leistungserbringung
Deutschlandweit
9. Verbot von Änderungsvorschlägen
Ja
10. Sprache
Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen.
Der Schriftverkehr mit dem Auftraggeber ist in deutscher Sprache zu führen.
11. Kosten
Für die Erstellung des Angebots werden keine Kosten erstattet.
12. Kaution und sonstige Sicherheiten
Werden nicht verlangt.
13. Bietergemeinschaften (falls zutreffend)
Bietergemeinschaften haben in dem Angebot sämtliche Mitglieder der Bietergemeinschaft so-wie einen bevollmächtigten
Vertreter/eine bevollmächtigte Vertreterin zu benennen. Im Falle der Beauftragung haftet die Bietergemeinschaft
gesamtschuldnerisch. Der Auftraggeber erwartet auch im Fall einer Bietergemeinschaft die geschlossene Erbringung der Leistung
aus einer Hand. Die unter den Punkten 15. a. - e. geforderten Nachweise sind für jedes Mitglied der Bie-tergemeinschaft zu
erbringen.
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14. Unterauftragnehmer
Die Bieterin/Der Bieter hat Art und Umfang der Leistungen anzugeben, die sie/er an Unterauf-tragnehmerinnen/Unterauftragnehmer
übertragen will und diese spätestens vor Zuschlagsertei-lung namentlich zu benennen.
Sofern sich Bieterinnen/Bieter zum Nachweis ihrer/seiner Eignung auf die Kapazitäten eines Unterauftragnehmens beruft, hat
sie/er die zu den Punkten 15. a. - d. geforderten Nachweise auch für das betreffende Unternehmen vorzulegen.
15. Hinweise zur Abgabe des Angebots
Die Bieterin/Der Bieter hat besondere Sorgfalt bei der Erstellung der Unterlagen walten zu lassen.
Die vorgegebene Reihenfolge soll eingehalten werden.
Zum Nachweis der Eignung sind folgende Unterlagen dem Angebot beizufügen:
Fehlende Unterlagen können zum Ausschluss führen.
a. Kurze Darstellung des sich bewerbenden Unternehmens/ der sich bewerbenden Institu-tion (Organisation, Eigentümer,
Beschäftigte)
b. Nennung der verantwortlichen Person(en) (bezogen auf das Unternehmen/die Instituti-on)
c. Eigenerklärungen nach 31 UVgO i.V.m. 123, 124 GWB analog. Der Bewerber/Die Bewerberin hat seine/ihre Zuverlässigkeit
nachzuweisen. Hierzu sind mit dem Angebot ausgefüllte und unterschriebene Eigenerklärungen vorzulegen, die u.a. beinhalten,
dass der Bewerber/die Bewerberin sich nicht in einem Insolvenzverfahren oder vergleichba-ren gesetzlichen Verfahren befindet
und seinen/ihren Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung
ordnungs-gemäß erfüllt hat.
d. Aktuelle Gewerbezentralregisterauskunft bzw. Eigenerklärung, dass nachweislich die Voraussetzungen für einen Ausschluss
nach 19 Abs. 1 MiLoG nicht vorliegen
e. Nachweis über Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherungsdeckung bzw. Eigenerklärung, dass im Zuschlagsfall eine
entsprechende Versicherung abgeschlossen wird.
f. Erklärung zur Bietergemeinschaft gem. Punkt 13 (falls zutreffend)
g. Erklärung zu Unterauftragnehmerinnen/Unterauftragnehmern gem. Punkt 14 (falls zu-treffend)
h. Angabe der Namen und der beruflichen Qualifikation der Personen, die im Falle einer Beauftragung zuständig sein werden
i. Darstellung der wissenschaftlichen Qualifikation (Nachweis Kenntnisse in der empiri-schen quantitativen und qualitativen
Sozialforschung), Zugang zum Feld, Erfahrungen mit ähnlichen Aufträgen des sich bewerbenden Unternehmens /der sich
bewerbenden Institution
Die ADS legt Wert auf eine qualitative hohe Erfüllung der Aufgabe. Die Eignung der Bieterin-nen/Bieter wird anhand des mit den
Vergabeunterlagen übersandten Bewertungsrasters bewer-tet.
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Im Hinblick auf die Wertung der Angebote müssen folgende Anlagen beigefügt werden.
Fehlende Unterlagen können zum Ausschluss führen.
j. Unterschriebener Angebotsvordruck (Anlage 1 der Vergabeunterlagen)
k. ein Kurzexposé (max. 15 Seiten), aus dem sich die geplante Vorgehensweise, Umset-zung der einzelnen Arbeitsschritte ergibt;
l. detaillierter Zeitplan;
m. Vergütungsvorstellungen sowie ein detaillierter Kostenplan, bei dem die Kosten für die alle Leistungen im Einzelnen
ausgewiesen werden müssen;
n. Erklärung, dass der Vertrag (Anlage X der Vergabeunterlagen) in der übersandten Form akzeptiert wird.
Der Angebotsvordruck (Anlage 1 der Vergabeunterlagen) ist zu unterschreiben (keine digita-le, gefaxte oder gescannte
Unterschrift).
Der unterschriebene Angebotsvordruck einschließlich aller Anlagen ist zweifach (einmal im Original und einmal auf
handelsüblichem Datenträger) ausschließlich auf dem Post- bzw. Botenweg in einem fest verschlossenen Umschlag gekennzeichnet
mit der Aufschrift Nicht öffnen! Angebot Studie sex. Belästigung
beim
Bundesamt für Familie
und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Zentrale Vergabestelle des BMFSFJ
Daniela Schäfer
Von-Gablenz-Str. 2-6
50679 Köln
einzureichen.
Das Angebot ist bis zum 27.04.2018 10:00 Uhr einzureichen
Maßgeblich ist der Eingangsstempel des Bundesamtes bzw. die Eingangsbestätigung bei persönlicher Übergabe oder Übergabe
durch Boten. Die Bieterin/Der Bieter hat sicherzustel-len, dass über Zustell- oder Kurierdienste versendete Angebote innerhalb
der Frist zur Ein-reichung der Angebote bei der genannten Kontaktstelle eingehen. Ein Verschulden der Zu-stell- oder
Kurierdienste wird der Bieterin dem/Bieter zugerechnet.
Verspätet eingehende Angebote können nicht berücksichtigt werden.
Angebote, die per e-Mail oder Fax eingehen, müssen ausgeschlossen werden.
16. Kriterien für die Auftragsvergabe
Der Zuschlag wird gemäß 43 Abs. 1 UVgO auf das unter Berücksichtigung aller Umstände wirtschaftlichste Angebot erteilt.
Der niedrigste Angebotspreis ist nicht entscheidend.
Für die Angebotswertung im Hinblick auf die Erteilung des Zuschlags erfolgt die Wertung an-hand der in den Vergabeunterlagen
genannten Kriterien und Gewichtung.
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17. Vertrags- und Zahlungsbedingungen
Vertragsgrundlage ist der Vertragsentwurf, der mit den Vergabeunterlagen übersandt wird. Die allgemeinen Vertragsbedingungen
für die Ausführungen von Leistungen (VOL/B) werden im Falle der Zuschlagserteilung Bestandteil des Vertrages.
Die Geltendmachung Allgemeiner Geschäftsbedingungen des Bieters/der Bieterin führt zum Ausschluss.
18. Hinweis zu nicht berücksichtigten Angebote
Mit Abgabe eines Angebots unterliegen nicht berücksichtigte Bieter/Bieterinnen den Bestim-mungen des 46 UVgO.
19. Bindefrist
Bindefrist endet am 31.07.2018
Köln, 09.03.2018

Source: 4
http://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/editor/Bundesministerium-fuer-Familie-Senioren-Frauen-und-Jugend/2018/03/2314144.html
Data Acquisition via: p8000000

 
 
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